Donnerstag, 7. Juni 2012

Deutsch im Wandel der Zeit

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Immer wieder hören wir die Bedenken wie Fremde Sprachen unsere Muttersprache verwässern, ganz besonders die Englische.

Es ist unbestritten das dieser Prozess da ist und weiter fortschreitet, doch die daraus resultierende Panik mit der verbundenen Weißsagung des sprachlichen Untergangs, kann ich nicht verstehen.

Sprachen sind etwas Lebendiges und fließendes, sie entwickeln sich weiter.
Nur eine tote Sprache wie z. B. Latein bleibt über die Jahrhunderte unverändert, und wird auch in Zukunft farblos bleiben.

Wir Deutsche scheinen wirklich einen Hang zu Tragödien und Untergangsszenarien zu haben
Wir gegen den Rest der Welt.

Dabei vergessen viele Menschen immer, dass dieser Prozess des Vermischens, Wandel und Neuentstehung bereits viel länger vonstatten geht, als viele vermuten mögen.

Ein gutes Beispiel:


Heute hat das Judentum keinen  großen Einfluss mehr auf unser aller kulturelles Leben. Es gab jedoch Zeiten, da war es ganz anders.
Dabei spreche ich nicht von Zeiten vor 1945.
Diese Wurzeln reichen bis weit in das Mittelalter hinein.
So gibt es unzählige sprachliche Beispiele für unser aller jüdisches Erbe, und zwar in der Sprache.
Wir benutzen im Alltag Wörter die uns so urdeutsch vorkommen, die aber eine ganz andere Herkunft besitzen.

Hier einmal eine kleine Liste von den sogenannten Deutschen Wörtern, danach sollte sich jeder Leser zurücklehnen um sich seine eigenen Gedanken machen, wenn er  glaubt mit der Deutschen Sprache geht es zu Ende.

“Leben bedeutet Veränderung und Veränderung ist immer ein Zeichen, dass es weitergeht. Nur der Stillstand ist der wahre Tod.”

Ich wünsche Euch viel Vergnügen beim grübeln über das Ende der deutschen Sprache


Euer Ecki




Deutsch          Hebräisch            Bedeutung

Kaff                k a f a r               kleines Dorf

Kotzen            qoz                     sich übergeben

Massel             ma´zal                Glück gehabt

Mauscheln       moischele           hinter vorgehaltener Hand sprechen

Mies                me´is                  schlecht

Pleitegeier        Palit                    Schuldner

Ramsch            Rama´ ut             wertloses Zeug

Reibach            Rewach              Gewinn machen

Schicker           skiker                   angetrunken

Schlamassel       Schlimasel           Unglück

Schleimen           schelem              einschmeicheln

Schmusen           Schmus               zärtlich sein

Stuss                   schtus                 Unsinn


Hals und Beinbruch                        hazlacha    uwrcha





Kommentare:

  1. Juhu!
    Endlich ein Verbündeter, der auch begriffen hat dass Sprache ein Prozess ist :)

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  2. Danke für die Blumen :-)
    Ich hatte in der letzten Woche wieder eine kleine Debatte.
    Bei vielen Menschen ist immer alles gleich ein Untergang wenn sich etwas verändert.
    Habe vergeblich versucht begreiflich zu machen, dass sich alles in einer fließenden Bewegung befindet.
    Freut mich zu lesen, dass es noch mehr Menschen gibt die das verstanden haben.

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  3. Ja, das geht mir ganz genauso :)
    Die Diskussion musste ich in nächster Zeit auch immer wieder vermehrt führen...nicht gerade erfolgreich.

    Da ergibt sich auch ähnliches bezüglich Standardsprache und was das überhaupt sein soll.

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  4. Was ist schon Standard? ;-)
    Stillstand ist der Tod!!!

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